Ausgehend von Godards Klassiker "vivre
sa vie- das Leben der Nana S." [Filmausschnitt
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eine Basis für die Neugliederung in einen 17-teiligen
Bilderzyklus geschaffen:
Seit über zehn Jahren arbeite ich mit Filmmaterialien
als Grundlage verschiedener Serien, zumeist ausgehend von
sogenannten "still pictures", die ich aus dem
Filmverlauf frei auswählte.
Die geplante Bildfolge zu dem Film "vivre sa vie"
soll im Gegensatz zu den früheren Serien die Einzelbilder
in einen neuen Kontext stellen, einen zyklischen Zusammenhang
herstellen, der den rein bildnerischen Aspekt des Films
in den Vordergrund stellt, neue Sinnzusammenhänge schafft
sowie die subjektive Ausdeutung in der Farbe konkretisiert.
Die Faszination dieses Filmes liegt in der klassischen Zerlegung
in präzise und nüchterne Sequenzen, der Geometrie
in den Bildeinstellungen und besonders dem in Bildern denkenden
Genie des Regisseurs.
Die Auswahl der "inneren Standbilder" erfolgt
zunächst perzeptorisch, d.h. durch die nicht reflektierte
Annäherung an bestimmte Szenen, in denen dann apperzeptiv
die Bilder der Szene gesucht werden, die Geschichte evozieren.
Diese Assoziationspunkte sind Basis zunächst für
weitere Reduktionen und Abstraktionen in Zeichnungen, die
dann in der Malerei neu interpretiert und erweitert werden.
Das Schwarz/Weiß des Filmes ist dabei ideale Projektionsfläche
für die freie Farbassoziation.
17 Bilder (allesamt mit gleichem Format in der Höhe)
bringen diese Einzelinterpretationen in einen neuen Kontext,
der sich in keiner Weise an den filmischen Handlungsablauf
hält, sondern sowohl durch eine szenische Gruppierung
(die bereits mit den Zeichnungen festgelegt wird) sowie
durch einen Ablauf der szenischen Bilder eine neue Deutung
erfährt.