Vom 17. Mai bis 18 Juni zeigen wir Ihnen "Vivre sa vie" [francais »] - szenische Bilder von Carola Göllner. Zum Anhalten der Bilder einfach die Maus benutzen.

Ausgehend von Godards Klassiker "vivre sa vie- das Leben der Nana S." [Filmausschnitt hier klicken] wird durch die subjektive Selektion von Standbildern eine Basis für die Neugliederung in einen 17-teiligen Bilderzyklus geschaffen:
Seit über zehn Jahren arbeite ich mit Filmmaterialien als Grundlage verschiedener Serien, zumeist ausgehend von sogenannten "still pictures", die ich aus dem Filmverlauf frei auswählte.

Die geplante Bildfolge zu dem Film "vivre sa vie" soll im Gegensatz zu den früheren Serien die Einzelbilder in einen neuen Kontext stellen, einen zyklischen Zusammenhang herstellen, der den rein bildnerischen Aspekt des Films in den Vordergrund stellt, neue Sinnzusammenhänge schafft sowie die subjektive Ausdeutung in der Farbe konkretisiert.
Die Faszination dieses Filmes liegt in der klassischen Zerlegung in präzise und nüchterne Sequenzen, der Geometrie in den Bildeinstellungen und besonders dem in Bildern denkenden Genie des Regisseurs.

Die Auswahl der "inneren Standbilder" erfolgt zunächst perzeptorisch, d.h. durch die nicht reflektierte Annäherung an bestimmte Szenen, in denen dann apperzeptiv die Bilder der Szene gesucht werden, die Geschichte evozieren. Diese Assoziationspunkte sind Basis zunächst für weitere Reduktionen und Abstraktionen in Zeichnungen, die dann in der Malerei neu interpretiert und erweitert werden. Das Schwarz/Weiß des Filmes ist dabei ideale Projektionsfläche für die freie Farbassoziation.

17 Bilder (allesamt mit gleichem Format in der Höhe) bringen diese Einzelinterpretationen in einen neuen Kontext, der sich in keiner Weise an den filmischen Handlungsablauf hält, sondern sowohl durch eine szenische Gruppierung (die bereits mit den Zeichnungen festgelegt wird) sowie durch einen Ablauf der szenischen Bilder eine neue Deutung erfährt.


Cette sélection subjective d'images fixes, à partir du classique de Godard "Vivre sa vie", constitue la base d'une nouvelle composition en 17 tableaux. Je travaille depuis plus de dix ans à partir de matériaux cinématographiques comme point de départ à différentes séries. Il s'agit le plus souvent d'images arrêtées que je sélectionne moi-même pendant la projection du film.

La succession des tableaux telle qu'elle a été prévue dans le cas du film "Vivre sa vie", tente, contrairement aux séries précédentes, de placer les images dans un nouveau contexte, créant ainsi entre elles un rapport qui met en évidence l'aspect purement créatif du film. Cela engendre ainsi une nouvelle signification et traduit l'interprétation subjective à travers la couleur.

Le caractère fascinant de ce film repose sur le découpage classique en séquences précises et sobres, sur la géométrie des prises de vues et surtout sur le génie du réalisateur qui pense en images.